+++ Diktatur ist, wenn der Bürger gezwungen wird, die Politik der Tyrannei als Erfolg zu feiern. Demokratie ist, wenn die Politik ohne den Bürger, seine Tyrannei als Erfolg feiert. +++

Mittwoch, 6. April 2011

Das wahre Deutschland

Die hungrigen Kinder von Schwerin

Mehr als einmal sah er Kinder, die Essensreste aus der Mülltonne fischten, weil sie der Hunger plagte. Das waren für Peter Grosch, der schon die Schweriner Tafel ins Leben gerufen hatte, Schlüsselerlebnisse. Er gründete zwei Suppenküchen speziell für Kinder und Jugendliche.

Nirgendwo in Deutschland ist die Not der Kinder so verbreitet wie in Schwerin. In der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern lebt über ein Drittel der jungen Generation in Hartz-IV-Familien. Peter Grosch ist hauptberuflich Chef der evangelischen Suchtkrankenhilfe. 'Wenn Teenies vor dem Alltag flüchten, sind Alkohol und Drogen nicht mehr weit', weiß der Berater. Das durchschnittliche Einstiegsalter seiner Schützlinge in eine Sucht beträgt zwölf Jahre. Ehrenamtlich betreut der engagierte 54-Jährige mehr als die 20 Suppenküchen in Mecklenburg-Vorpommern.

Vor ein paar Jahren hat er in Schwerin ein Sozialkaufhaus eingerichtet. 'Viele Kinder sind noch nie in den Geschäften der Innenstadt gewesen', weiß er, 'ihre Plattenbausiedlungen haben einige noch nie verlassen.' Damit die Kinder ihre Stadt kennen lernen und sehen, dass die Welt nicht hinter ihren Wohnhäusern endet, organisiert Groschs Ehefrau Dietlind Ausflüge für die Kleinen. Ehrenamtlich hilft auch sie bei der Schweriner Tafel, verteilt Lebensmittel, wenn die Menschen bei Eis und Schnee Schlange stehen für eine Tüte mit Grundnahrungsmitteln. Vor allem aber ist sie für ihre sieben Pflegekinder da. 'Unsere eigenen Kinder sind inzwischen groß. Jetzt übernehmen wir eben eine neue Aufgabe.'

Thomas Karp begleitete Peter Grosch zwei Wochen lang bei seinem Kampf gegen die Armut, pendelte mit ihm zwischen Schweriner Tafel, Suppenküchen, Drogenklinik und Sozialkaufhaus.
Hier als Stream
Sendetermine:
Eins-ExtraFreitag, 08.04.2011, 23:30 Uhr
Samstag, 09.04.2011, 11:30 Uhr

Kommentare:

  1. Hallo mein Freund,
    wie gehts? Ja Hut ab vor solchem Engagement. da können sich Schwafeltüten a la vom Leyden ne Scheibe abschneiden. Mir tun die deutschen Harzis echt Leid. Selbst wenn ein paar faule Apfel mit im Korb sind. Ich möchte da nicht landen.

    Liebe Grüße aus Berlin
    Jochen

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  2. Moin Jochen, na Urlaub gut über die Runden gebracht.
    Ist eine Schande was dieses Lobbyistenpack den Menschen antun. Bei Hartz4 gibt es im Vergleich zur Politik allerings wirklich nur ein paar schwarze Schafe und eine von den Bonzen verursacht einen mehrfachtausenden größeren Schaden als die Hartz4maden die sich die Leistung erschleichen.
    Das Pack da oben lebt von unseren Steuergeldern in Saus und Braus, verursacht den Mißstand durch Dumpinglöhne und Sozialabbau und reisst dann noch "christlich" das Maul auf.
    Und Schwerin ist nur eine von vielen Städten die so ein Elend haben.
    Die Kirche ist sogar noch stolz auf "Tafeln"
    und reißt sich mit der Diakonie den Sozialmarkt unter den Nagel.
    Die haben sogar kircheneigene "Leiharbeitervermittlungen" mit Dumpinglöhnen, die sie sich selber an sich selbst mieten..
    Also ist die Sendung zwar ein Hinweis auf Mißstände, die, die sich im Film dagegen engagieren , wirklich Hut ab.
    Aber im großem und ganzen sieht es mehr aus wie ein Kirchenwerbefilm. Sie sind auf der Suche nach Schafen.
    Das religiöse Geschmeiß an der Spitze ist doch auch keinen Deut besser...

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  3. guten morgen liebe freunde,
    wieder ein sehr guter beitrag,leider kann ich das video nicht sehen,aber dein bericht ist schon mehr als krass.
    @kohlendioxid, deine beiträge lese ich seit ein paar monaten (ja leider erst so kurz) regelmäßig und veröffentliche diese bei mir in der behindertenwerkstatt (diakonie), aber diese menschen kappieren nicht worum es geht und wenn ich dann versuche es ihnen schonend beizubringen,kommt der aufseher (mein chef) und zieht dies ins lächerliche. Ich gebe dennoch nicht auf,mache weiter bis zum schluss und hoffe das gleiche von dir. Danke für deine Arbeit hier im Blog, auch sie hat mir die augen geöffnet

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  4. @rebell Danke. Den Film kannst Du am Freitag, 08.04.2011, 23:30 Uhr die Wiederholung
    Samstag, 09.04.2011, 11:30 Uhr und ansonsten nach der Ausstrahlung in der Mediathek von www.Eins-Extra.de schauen. Das Dein Chef darüber schmunzelt ist normal. Er hängt am Tropf der Kirche und die verdient sich an Behinderten, Alten und Kranken eine goldene Nase. Natürlich nicht ohne ganz laut die Posauenen der Nächstenliebe zu blasen. Mit Mitleid lässt sich eben gut Geld verdienen. Hier noch ein etwas älteres von mir, was die Kirche anbelangt:
    http://luegenmaul.blogspot.com/2010/07/heute-ganz-christlich.html

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  5. @kohlendioxid,danke für die info bezüglich des videos,werde ich mir nach der ausstrahlung im tv übers internet anschauen da ich meine glotze seit september letzten jahres ganz abgeschaltet habe,war ja nicht mehr auszuhalten,und für den müll wollte ich keine kabelgebühren mehr zahlen (gez bin ich befreit wegen meiner extremen hörschäden die beidseitig an taubheit grenzen),deinen etwas älteren beitrag werde ich mir jetzt durchlesen und dann ausdrucken,freue mich immer wenn ich was über die kirche für die anderen zum lesen geben kann,sofern die anderen behinderten lesen können

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  6. @REBELL na dann viel "Spass".
    Es gibt auch sehr viele Menschen die zwar lesen, sie können aber nicht erfassen, was sie lesen.

    http://www.spart-euch-die-kirche.de/

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  7. Es ist einfach zum Kotzen, wenn man so was liest. Anschauen kann ich mir das nicht an, könnte sein das ich es nicht verkrafte.

    Wenn ich zurück denke an die "schlechten" Zeiten im Unrechtsstaat, ist mir nicht bewußt so was nur im Ansatz erlebt zu haben, sicher wird das in Schwerin ein paar Leuten auch so gehen, Hauptsache "Freiheit" auch wenn man nichts zufressen hat.

    Dann dieses Vieh die von den Laien mit ihrem dämlichen Grinsen, pseudo-christliches Pack, allein für die minütlich mehrfachen Zuwiderhandlungen der 10 Gebote müßte eine Strafe Gottes nach sich ziehen, wo ist der Typ.

    So wie die H4-Leute verallgemeinert als böse faul und sonst wie hingestellt werden, sind diese christl.-sozial-demokrat. Verunreinigungen mehr als menschenfeindlich. Leider tragen sie das Kreuz und nicht umgedreht.

    Die Kirche ist die schlimmste Schlage auf Erden, sie segnen Waffen, Cyklon-B, sckicken Soldaten mit in den Krieg usw.
    Bestes Beispiel zu was die christl. "Menschen" fähig sind, siehe Werdegang bzw. Gesinnungkarusell vom Gemerkel.
    Es war auch diese christl. Gewerkschaft, welche die Ausbeutung der Leihsklaven per Tarifvertrag mit dem Mäntelchen des Legal bedeckt hat.

    Nun Kinder, was habt ihr heute gelernt, das schlimmste, weil wahre, Schimpfwort ist --> christl.
    Gott hilf uns und befreie uns von diesem Pack, oder bist du doch ein Sadist !?

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  8. Am 1.April im Radio Dresden wurde über die großen Berge Essen die einen Europäer in einer Woche im Gegensatz eines Afrikaner zur Verfügung stehen, berichtet. Meine Reaktion in Form einer E-Mail.

    Von:
    nudi
    Datum:
    Fri, 1 Apr 2011 23:16:47 +0200 (CEST)
    An:
    hoererservice@radiodresden.de


    NAME nudi
    TELEFON Telefon
    EMAIL
    ADDRESS Es ist nur peinlich wenn ich morgens gegen 6 Uhr das Radio anmache (Radio Dresden), eine Pastorin eine Vortrag hält über die wöchentliche Nahrungsverfügung eines Europäers und eines Afrikaners. Von irgendwelchen Überfluss erzählt den Riegeln und Müsli, und im selben Moment zig tausende Menschen an den Gang zur Tafel denken weil sie nicht wissen was es zum Frühstück gibt. Solche Sprüche von der Pastorin der Evangelischen Gemeinde und ihnen, die solche Zulassen. Mehr als beschämend. Denkt daran die Menschen hier in Deutschland wachen auf und merken sich solche Kalauer. Offensichtlicher- kann Propaganda in eine gewisse Richtung nicht sein! Diese Sprüche haben die Menschen in der ehemals DDR bis zum Hals voll gehabt und erst Recht in der DDR 2.
    „Sieh nie nach unten, sondern orientiere dich immer nach oben.“ Oder wo hört unten auf?

    Am 05.04.2011 14:51, schrieb Esther Dutschke:
    Sehr geehrter Hörer,

    vielen Dank für Ihre Rückmeldung zu den "Gedanken zum Tag" vom ersten April!

    Sie merken an, dass es auch in Deutschland jede Menge Leute gebe, die nicht im Überfluss leben.
    Da kann ich Ihnen nur zustimmen!

    Deshalb berichten wir auch gerade darüber schwerpunktmäßig.
    Wenn Sie aufmerksam unser Programm verfolgen - dann werden Ihnen immer wieder Berichte über Menschen in Sachsen begegnen, die am oder unter dem Existenzminimum leben.
    So machen wir immer wieder Projekte wie beispielsweise kostenlose Essensangebote für Kinder, Hilfen für Obdachlose oder Anlaufstellen für Menschen in schwierigen Lebenslagen zum Thema.

    Ein Beitrag, der auch einmal den Überfluss thematisiert, den dennoch viele Menschen in Deutschland - auch in Sachsen - in gewissem Maße erleben,
    bildet somit einfach die Bandbreite dessen ab, was Menschen in unserer Gesellschaft erleben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Esther Dutschke
    Kirchenredakteurin
    ------------------------------------------------
    Telefon: 0341.978 86 51
    Fax: 0341.978 86 61
    E-Mail: Esther.Dutschke@BCS-Sachsen.de

    ------------------------------------------------
    www.BCS-Sachsen.de
    ------------------------------------------------
    BCS Broadcast Sachsen GmbH & Co. KG
    Friedrich-List-Platz 1
    04103 Leipzig
    ------------------------------------------------
    BCS Broadcast Sachsen GmbH & Co. KG (AG Dresden, HRA 5829),
    vertreten durch die BCS Broadcast Sachsen Verwaltungsgesellschaft mbH (AG Dresden, HRB 23548),
    vertreten durch den Geschäftsführer Tino Utassy


    Sehr geehrte Frau Dutschke,

    vielen Dank für ihre Reaktion. Der Vergleich in dem Kommentar zur Sendung Freitag Morgen, war Europäer und Afrikaner.
    Ihnen ist bestimmt bewusst, das in mehreren Staaten in den USA Gold als Währung zugelassen wurde
    und man dort schon offen von der eventuell kommenden Hyperinflation spricht. Manche sprechen, dass der
    Beginn im Sommer wäre, spätestens zum Ende diesen Jahres. Was dies auch für den Rest der Welt bedeuten würde
    muss ich bestimmt nicht erläutern. Was die Armut in Deutschland betrifft, morgen ein Bericht in Panorama.
    Sendetermine:
    Eins-ExtraFreitag, 08.04.2011, 23:30 Uhr
    Samstag, 09.04.2011, 11:30 Uhr
    Die hungrigen Kinder von Schwerin

    Mit freundlichen Grüßen
    MN

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  9. Von:
    nudi
    Datum:
    Fri, 1 Apr 2011 23:16:47 +0200 (CEST)
    An:
    hoererservice@radiodresden.de


    NAME nudi
    TELEFON Telefon
    EMAIL
    ADDRESS Es ist nur peinlich wenn ich morgens gegen 6 Uhr das Radio anmache (Radio Dresden), eine Pastorin eine Vortrag hält über die wöchentliche Nahrungsverfügung eines Europäers und eines Afrikaners. Von irgendwelchen Überfluss erzählt den Riegeln und Müsli, und im selben Moment zig tausende Menschen an den Gang zur Tafel denken weil sie nicht wissen was es zum Frühstück gibt. Solche Sprüche von der Pastorin der Evangelischen Gemeinde und ihnen, die solche Zulassen. Mehr als beschämend. Denkt daran die Menschen hier in Deutschland wachen auf und merken sich solche Kalauer. Offensichtlicher- kann Propaganda in eine gewisse Richtung nicht sein! Diese Sprüche haben die Menschen in der ehemals DDR bis zum Hals voll gehabt und erst Recht in der DDR 2.
    „Sieh nie nach unten, sondern orientiere dich immer nach oben.“ Oder wo hört unten auf?

    Am 05.04.2011 14:51, schrieb Esther Dutschke:
    Sehr geehrter Hörer,

    vielen Dank für Ihre Rückmeldung zu den "Gedanken zum Tag" vom ersten April!

    Sie merken an, dass es auch in Deutschland jede Menge Leute gebe, die nicht im Überfluss leben.
    Da kann ich Ihnen nur zustimmen!

    Deshalb berichten wir auch gerade darüber schwerpunktmäßig.
    Wenn Sie aufmerksam unser Programm verfolgen - dann werden Ihnen immer wieder Berichte über Menschen in Sachsen begegnen, die am oder unter dem Existenzminimum leben.
    So machen wir immer wieder Projekte wie beispielsweise kostenlose Essensangebote für Kinder, Hilfen für Obdachlose oder Anlaufstellen für Menschen in schwierigen Lebenslagen zum Thema.

    Ein Beitrag, der auch einmal den Überfluss thematisiert, den dennoch viele Menschen in Deutschland - auch in Sachsen - in gewissem Maße erleben,
    bildet somit einfach die Bandbreite dessen ab, was Menschen in unserer Gesellschaft erleben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Esther Dutschke
    Kirchenredakteurin
    ------------------------------------------------
    Telefon: 0341.978 86 51
    Fax: 0341.978 86 61
    E-Mail: Esther.Dutschke@BCS-Sachsen.de

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    Friedrich-List-Platz 1
    04103 Leipzig
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    BCS Broadcast Sachsen GmbH & Co. KG (AG Dresden, HRA 5829),
    vertreten durch die BCS Broadcast Sachsen Verwaltungsgesellschaft mbH (AG Dresden, HRB 23548),
    vertreten durch den Geschäftsführer Tino Utassy


    Sehr geehrte Frau Dutschke,

    vielen Dank für ihre Reaktion. Der Vergleich in dem Kommentar zur Sendung Freitag Morgen, war Europäer und Afrikaner.
    Ihnen ist bestimmt bewusst, das in mehreren Staaten in den USA Gold als Währung zugelassen wurde
    und man dort schon offen von der eventuell kommenden Hyperinflation spricht. Manche sprechen, dass der
    Beginn im Sommer wäre, spätestens zum Ende diesen Jahres. Was dies auch für den Rest der Welt bedeuten würde
    muss ich bestimmt nicht erläutern. Was die Armut in Deutschland betrifft, morgen ein Bericht in Panorama.
    Sendetermine:
    Eins-ExtraFreitag, 08.04.2011, 23:30 Uhr
    Samstag, 09.04.2011, 11:30 Uhr
    Die hungrigen Kinder von Schwerin

    Mit freundlichen Grüßen
    MN

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  10. @Nudi ... in Deuschland merkt die Masse erst, was Phase ist, wenn das Geld nicht mehr zum Begleichen der Raten für ihr Leben auf Pump ausreicht und ihnen gleichzeitg gesagt wird "Euer Geld für die Rente hat der EURO gefressen, ihr kriegt keine
    Rente, ihr hättet mehr Arbeiten und sparen können".
    Solange gibt es Armut nur in Afrika und anderen als christlichen, Religionen und Ideologien.
    Im Westen sind die Armen, alles faule Schmarotzer die selber Schuld an ihrer Armut sind.
    Danke für den ausführlichen Kommentar.

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